Künstler

PROF. MAG. HUBERT JOSEF FLÖRL
(SEPTEMBER 29, 1960 – JULi 26, 2023)

Hubert Josef Flörl entwickelte eine skulpturale Sprache, die in Material, Spiritualität und architektonischem Raum verankert ist. In Bronze und Marmor arbeitend, reicht sein Werk von dynamischen und kraftvollen Formen bis zu monumentalen Installationen – geprägt von Reduktion, Präsenz und einer feinen Sensibilität für Form.

 

Geboren in Wörgl (Tirol), studierte Flörl von 1982 bis 1987 Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Ferdinand Welz und Franz Xaver Ölzant. In dieser Zeit erhielt er ein Stipendium für einen sechsmonatigen Studienaufenthalt in Kairo, wo er sich mit pharaonischer Kunst auseinandersetzte – ein Einfluss, der sich in seiner späteren Suche nach zeitloser Form und Präsenz widerspiegelt. Seine frühe Ausbildung umfasst zudem eine technische Ausbildung an der HTL Innsbruck, geprägt von traditionellem Handwerk.

 

Seit 1987 war Flörl als freischaffender Künstler tätig und entwickelte ein Werk, das die Beziehung zwischen Figur und Raum untersucht, häufig im Kontext von Architektur und sakralen Räumen. Seine Skulpturen sind getragen von einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit menschlicher Präsenz, Spiritualität und materieller Klarheit.

Im Laufe seiner Karriere realisierte er zahlreiche bedeutende Aufträge in ganz Europa. Zu den zentralen Arbeiten zählen großformatige Bronzeskulpturen in Schloss Kaps in Kitzbühel sowie eine monumentale Brunnenplastik für Raiffeisen in Wien.

 

Darüber hinaus erhielt er den Auftrag, zwei Reliefs für die Bibliothek von Santa Maria dell’Anima in Rom zu schaffen. 2012 wurde ihm eine persönliche Audienz bei Papst Benedikt XVI. gewährt,

in deren Rahmen er den Papst sowiePapst Hadrian porträtierte.Seine Werke wurden international ausgestellt,

unter anderem im Europäischen Parlament in Brüssel und Straßburg,

im Museum of Fine Arts in Malta sowie in Institutionen in Rom, Jerusalem und New Orleans.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde Flörl zweimal mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet

und erhielt 2014 den Berufstitel Professor der Republik Österreich.